Land & Leute

Laos ist das einzige Binnenland in Südostasien. Das Land ist umgeben von China und Myanmar im Norden, Vietnam im Osten, Kambodscha im Süden und Thailand im Westen.

Der Mekong durchfließt das Land von Nord nach Süd auf einer Länge von fast 2000 km und bildet auf weiten Strecken die Grenze zu Thailand.

Der Fluss mit seinen Nebenflüssen bildet eine wichtige Lebensader des Landes. Im Mekongtal siedeln die meisten Laoten – er ist Lebensgrundlage und – zusammen mit der größtenteils parallel verlaufenden Nationalstraße 13 – Verkehrsader zugleich.

Neben den fruchtbaren Ebenen des Mekongs und seiner Nebenflüsse prägen zerklüftete Berge und Plateaus den Charakter des Landes. Die Annamitische Kordillere bildet die natürliche Grenze im Osten. Der Phou Bia mit einer Höhe von 2819m ist der höchste Berg in Laos. Er liegt am südlichen Ende des Xieng-Khouang-Plateaus in Zentrallaos.

Laos ist dünn besiedelt (7 Millionen Einwohner. so viele Niedersachsen, auf der Fläche aller alten Bundesländer Deutschlands) und aufgrund des hohen Gebirgsanteils von fast 80% eines der Länder in Südostasien, welches noch über eine der ursprünglichsten Vegetationen Südostasiens verfügt.
In Laos herrscht tropisches Monsunklima, von Mai bis Oktober geprägt durch eine feucht-heiße Regenzeit und kühlen trockenen Monaten von November bis Januar. 

 MG 2433

 MG 1831  MG 9611

 

Laos ist ein Vielvölkerstaat. Mit über 50 verschiedenen Gruppen verfügt das Land über einen unglaublichen Schatz an ethnischer und kultureller Vielfalt. Die Bevölkerung wird dennoch zusammenfassend mit „Laoten“ bezeichnet.

In Laos sind dabei mehr Ethnien zu Hause als in jedem anderen südostasiatischen Land. Sie sind vier ethno-linguistischen Familien zugeordnet – Lao-Thai, Sino-Tibetan, Mon-Khmer und Hmong-Mien. Jede Familie besiedelt eine mehr oder weniger bestimmte Region des Landes und prägt den Raum durch ihre jeweils traditionelle Wirtschaftsweise. Manche Gruppen siedeln auch gemeinsam. Während die zahlenmäßig dominierende Lao-Thai-Familie der buddhistischen Religion anhängt, sind die meisten ethnischen Minderheiten Animisten, die verschiedenste Naturreligionen praktizieren. In einigen Zeremonien des Landes haben sich buddhistische und Naturanschauungen vereint und werden aktiv gelebt. Christen und Muslime gibt es nur wenige im Land: In den größten Städten Vientiane, Pakxé und Savannakhet befindet sich jeweils eine katholische Kirche.

Trotz der geringen Bevölkerungsdichte nimmt der sogenannte Bevölkerungsdruck zu, denn die landwirtschaftlichen Nutzflächen konzentrieren sich auf die fruchtbaren Ebenen und Täler. Sie bieten der rasch wachsenden Bevölkerung bei der bisherigen Produktionsweise keine ausreichende Lebensgrundlage. Abwanderungen und Umsiedlungen ganzer Dörfer aus den Gebirgsregionen verschärfen dabei das Problem. Auf der einen Seite spiegeln viele soziale Indikatoren des Landes wider, dass Laos wirtschaftlich eines der ärmsten Länder der Welt ist, auf der anderen Seite wurden große Anstrengungen für die Erreichung der Millenium-Entwicklungsziele 2015 unternommen.

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